„Tipps und Tricks für ein optimales Raumklima“ vom Heizungsbauer Kesselheld

Laut dem Umweltbundesamt verbringt der Mensch rund zwei Drittel seines Lebens in Innenräumen. Aus diesem Grund ist ein angenehmes Raumklima, vor allem in den eigenen vier Wänden, unersetzlich für den Wohnkomfort.

Angenehme Wärme, saubere, klare Raumluft und das richtige Maß an Luftfeuchtigkeit sind Faktoren, auf die Mieter und Eigenheimbesitzer gleichermaßen hohen Wert legen.

Doch welche Werte sind für das Raumklima optimal? Wie kann ich die Werte in meinem Haushalt überprüfen? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt Ihnen der bundesweite Heizungsbauer Kesselheld in diesem Blogbeitrag.

Temperatur
Maßgeblich für ein angenehmes Raumklima ist die vorherrschende Temperatur im Wohnraum. Zu hohe Raumtemperaturen in den Sommermonaten oder zu niedrige Temperaturen im Winter werden von Individuen oftmals als unangenehm empfunden. Geplantes Heizen im Winter und effizientes Lüften im Sommer helfen das Temperaturniveau optimal anzupassen.

Eine Temperatur für alle Räume?
Als durchschnittlicher Mittelwert für ein ideales Raumklima bewährt sich eine Temperatur von 20 Grad. Um sich den Gegebenheiten der Wohnräume anzupassen, lohnt es sich die Heiztemperatur auf die Nutzungsart des Raumes abzustimmen. In der Tabelle finden Sie die optimale Temperatur für Schlafzimmer, Küche, Bad & Co.

  • Wohn- und Arbeitsräume:     20 °C
  • Schlafzimmer:                      16-18 °C
  • Kinderzimmer:                      20-22 °C
  • Küche:                                  18 °C
  • Badezimmer:                        23°C
  • Keller:                                  10-15°C

Luftfeuchtigkeit
In bestimmten Wohnräumen liegt die Luftfeuchtigkeit höher und kann, beispielsweise im Bad, auch über die angegebenen Werte steigen. Achten Sie darauf, in diesen Räumen regelmäßig zu Lüften oder eine Entlüftung anzubringen, um die Bildung von Schimmel und anderen Bakterien zu vermeiden.

In der abgebildeten Tabelle finden Sie Orientierungswerte für den optimalen Feuchtigkeitsgehalt Ihrer Wohnraumluft:

  • Wohn- und Arbeitsräume:     40-60 %
  • Schlafzimmer:                       40-60 %
  • Kinderzimmer:                      40-60 %
  • Küche:                                  50-60 %
  • Badezimmer:                        50-70 %
  • Keller:                                   50-65 %

Was passiert bei zu hoher Luftfeuchtigkeit?

Zu hohe Luftfeuchtigkeit in Verbindung mit einer hohen Raumtemperatur bieten einen Nährboden für Bakterien jeglicher Art. Ab 25 Grad Celsius steigt das Wachstum für Schimmelpilze und Bakterien exponentiell an. Aber auch in Kellerräumen bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius kann Schimmel auftreten, wenn die Luftfeuchte entsprechend hoch ist und Nahrungsquellen für das Wachstum gesundheitsschädigender Pilze vorhanden sind.
Zwar kann sich auch in kühlen Räumen Schimmel bilden, jedoch wirkt Wärme wie ein Katalysator für das Wachstum der gesundheitsschädlichen Pilze.

Vermeiden lässt sich diese Bakterienbildung ganz einfach: Und zwar durch Herunterdrehen des Heizkörpers auf eine optimale Temperatur oder durch richtiges Lüften gegen Luftfeuchtigkeit.

Richtiges Heizen und Lüften
Wer richtig heizt und lüftet, trägt nicht nur zu einem angenehmen Raumklima bei, sondern schont gleichzeitig den eigenen Geldbeutel. Vor allem in den Wintermonaten ist falsches Lüften die Ursache für den Verlust kostbarer Wärmeenergie.

Kesselheld zeigt Ihnen einfache Techniken, mit denen Sie Heizkosten und Wärme sparen können.

Richtiges Heizen für jedermann

Tipp 1
Weit verbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass bei langer Abwesenheit im Urlaubsfall oder stundenweiser Abwesenheit für den Beruf die Heizung vollständig abzuschalten ist.

Beläuft sich der Zeitraum der Abwesenheit auf wenige Tage oder Wochen, ist es ratsam die Heizung auf niedriger Studie eingeschaltet zu lassen. Denn der Energieaufwand des erneuten Hochfahrens der Heizung ist größer, als die Heizungsanlage über einen längeren Zeitraum auf niedriger Temperatur zu betreiben.

Tipp 2

Für einen optimal beheizten Wohnraum ist es empfehlenswert, das eigene Heizverhalten zu beobachten. So können Sie Raumtemperaturen auf Ihre Bedürfnisse abstimmen und anpassen. Besonders in selten genutzten Räumen kann die Raumtemperatur gesenkt werden, um Heizkosten zu sparen. Hingegen in viel genutzten Räumen, wie das Wohn- oder Badezimmer, eine eher hohe Raumtemperatur erfordern.

Eine Orientierung für die richtige Raumtemperatur gibt die oben abgebildete Tabelle.

Tipp 3
Die richtige Wartung und Pflege der Heizungsanlage ist essentiell für ein optimales Heizen in den eigenen vier Wänden. Vor jeder Heizperiode ist der Heizkörper von Staub zu befreien und zu reinigen. Heizen einzelne Heizkörper unterschiedlich stark oder werden unter Umständen gar nicht warm, ist ein hydraulischer Abgleich empfehlenswert. So stellen Sie sicher, dass die Heizwärme optimal über jeden Heizkörper im Wohnraum verteilt wird.

Zusätzlich empfiehlt es sich, den Heizkörper vor jeder Heizperiode zu entlüften. Während des Heizprozess sammeln sich langfristig Luftblasen im Kessel. Um diese zu entfernen, benötigen Sie ein Behältnis, ein Tuch und einen Heizkörper-Entlüftungsschlüssel.

In wenigen Schritten entlüften

Um den Entlüftungsvorgang einzuleiten, sind zunächst die Heizkörper auf die höchste Stufe einzustellen. Eigenheimbesitzern wird empfohlen zusätzlich die Umwälzpumpe abzuschalten. Nach ca. 30 Minuten haben sich alle Luftbläschen in den Heizkörpern gesammelten, so dass Sie mit der Entlüftung beginnen können.

Legen Sie zuerst ein Tuch unter den Heizkörper, um aus dem Entlüftungsventil austretendes Wasser aufzufangen. Nehmen Sie das Behältnis und halten Sie das Gefäß direkt unter das Ventil. Nun öffnen Sie mit dem Schlüssel langsam das Ventil bis es zischt.

Achtung: Die entweichende Luft kann hohe Temperaturen erreichen! Halten Sie Abstand und öffnen Sie das Ventil nicht vollständig.

Nach kurzer Zeit wird das Zischen leiser und Wasser tritt aus der Heizung aus. Nun ist das Ventil wieder zu schließen. Zum Abschluss prüfen Sie den Wasserdruck des Heizkreises und schalten die Umwälzpumpe wieder ein.

5-10-25 – Die Faustregel für richtiges Lüften

Fünf Mal täglich, 10 Minuten im Winter, 25 Minuten im Sommer. Das ist die einfache Faustregel, um durch Lüften ein angenehmes Raumklima zu gewährleisten.

In den warmen Sommermonaten gibt es nichts schöneres als einen angenehm kühlen Wohnraum. Um Schwülwärme von dem Eindringen zu hindern, sollten Sie täglich mindestens 125 Minuten lüften. Am effektivsten ist es, einen Durchzug zu erzeugen, indem der Hausbewohner zwei gegenüberliegende Fenster öffnet. Um die kühle Nachtluft zu nutzen, empfiehlt es sich über Nacht die Kippfunktion der Fenster zu nutzen.

Auch im Winter ist über den Tag verteilt 50 Minuten zu lüften. Für ein optimales Ergebnis ist es wichtig, dass die Fenster so weit wie möglich geöffnet sind. Wird mit den Fenstern in der Kippfunktion gelüftet, erfordert der Lüftungsvorgang oftmals mehr Zeit. So entweicht mehr Heizwärme und die Heizkosten steigen.

Intelligente Helfer für die Raumklimaüberwachung
Die Überwachung des Klimas in Ihrem Wohnraum ist heutzutage so leicht wie nie zuvor. Überwachungsmöglichkeiten mit Bluetooth und WLAN sichern eine Kompatibilität mit Ihrem Smart Phone und garantieren Ihnen auch unterwegs vollständige Kontrolle über das Raumklima.

Raumklimaüberwachung kommt in Museen, Kirche und Depots zum Einsatz. Also überall dort, wo eine Kontrolle der Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur wichtig ist. Bekannte Händler wie HANWELL, testo, ebro und BRUNE bieten ein umfassendes Liefer- und Leistungsspektrum für die Raumklimamessung und -überwachung.

Wollen Sie nur die Luftfeuchtigkeit im Blick behalten, empfiehlt sich ein intelligentes Hygrometer. Ein Beispiel wäre der Home Control Luftfeuchtemelder von devolo. Dieser ist batteriebetrieben und kann sowohl verklebt als auch verschraubt werden. In Verbindung mit einer Home Control Zentrale übermittelt der Luftfeuchtemelder stetig Daten und warnt bei einer Überschreitung der individuell vorgegebenen Grenzwerte.

Informationen zu intelligenten Heizsystemen und informative Beiträge rund um Ihre Heizung finden Sie auf Kesselheld.de.

Über Kesselheld
Kesselheld ist ein deutschlandweiter Heizungsbauer. Dabei vereint das Unternehmen die Qualität und lokale Nähe des Handwerks mit den Vorzügen des Internets, um so den Kosten- und Zeitaufwand für Heizungskunden zu reduzieren. Die Installation der Heizungsanlagen erfolgt ausschließlich durch ausgebildete, festangestellte Heizungsinstallateure.

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