Flüssiggastanks gegen Auftrieb sichern

Flüssiggastanks gegen Auftrieb sichern. Das Flüssiggasportal Flüssiggas1.de erklärt es:

Hochwasserschäden können teuer werden
Wer hat nicht die Bilder der letzten Hochwasser von Rhein, Elbe, Oder und Saale oder die Fluten wie in Simbach am Inn. Ganz besonderes teuer und umweltgefährdend wird es dann mit Leckagen von Heizöltanks. Deshalb gehen viele Landesbehörden hin und verbieten in Hochwasserschutzgesetzen Heizöltanks oder erlassen Auflagen für Risikogebiete. Sicherer als teure Nachrüstungen von Heizöltanks ist der Einsatz von Flüssiggas, denn die Verwaltungsvorschrift zum Wasserhaushaltsgesetz vom 17. Mai 1999 stuft Flüssiggas als nicht wassergefährdenden Stoff ein.

Domschacht eine Flüssiggastanks im Erdreich
Domschacht eines Flüssiggastanks im Erdreich

Hochwassergesicherte Gastanks
Trotzdem muss man unterirdische wie oberirdische Gastanks in Hochwassergebieten gegen Auftrieb und Fortspülen sichern. Dabei gibt es besonders ausgerüstete hochwassersichere Gastanks als Alternative:

• LPG-Hochwassertank
• Schutzgitter gegen Treibgut bis 30kN
• Auflagen zur erhöhten Standsicherheit
• Komplett überflutbar bei Hochwasser mit bis 3 m/s Fließgeschwindigkeit (nach TRAS 310)

Verankerung mit Betonplatten
Dieser Gastank wird anschließend je nach Größe – auch hier gibt es die Standardgrößen mit 1,2 Tonnen 2.700 Liter über 2,1 Tonnen 4.850 Liter bis hin zu 2,9 Tonnen 6.400 Liter mit an einer Betonplatte verankert. Hier finden Sie die Mindestgrößen der Betonplatten:

• 2.700 Liter – 2.400 (L) x 1.200 (B) x 650 (H)
• 4.850 Liter – 4.200 (L) x 1.200 (B) x 700 (H)
• 6.400 Liter – 4.800 (L) x 1.200 (B) x 800 (H)

Unterirdische Flüssiggastanks
Auch der unterirdische Flüssiggastank muss in Überschwemmungsgebieten oder bei hohem Grundwasser gegen Auftrieb gesichert werden. Hier gibt es zwei Varianten. Die eine Möglichkeit ist es, den Gastank mit Flügeln gegen Auftrieb zu sichern. Die andere Möglichkeit ist es, den Gastank an einem Betonfundament zu verankern. Der Domschacht sollte wasserdicht ausgeführt sein.

Die häufigere Lösung ist die Variante mit der Verankerung an Betonplatten. Hier werden in der Regel Stahlbänder mit unverrottbaren Kunststoffunterlagebändern verbaut, die dann an der Betonplatte fixiert werden. Auch hier muss die Betonplatte je nach den potenziell entstehenden Auftriebskräften mindestens mit 1,3-facher Sicherheit abgesichert werden. Hier finden Sie die Betonplattenmaße zu den jeweiligen Tankgrößen:

• 2.700 Liter – 2.600 (L) x 1500 (B) x 300 (H)
• 4.850 Liter – 4.400 (L) x 1.500 (B) x 300 (H)
• 6.400 Liter – 5.600 (L) x 1.500 (B) x 350 (H)

Der Einbau eines unterirdischen Flüssiggastanks wird hier in einem kurzen Film sehr anschaulich dargestellt.

Regelmäßige Prüfung von Gastanks
Auch ein auftriebsgesicherter Gastank muss alle 10 Jahre mit einer Inneren Prüfung geprüft werden. Hier wird der Gastank nicht geöffnet, sondern eine Ersatzprüfung vom TÜV durchgeführt. Zu beachten ist, dass bei einem auftriebsgesicherten Gastank immer eine sogenannte Schallemissionsprüfung als Innere Prüfung durchgeführt wird.

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